Nachrichtenblick Tagesbriefing Los
NachrichtenBlick Nachrichtenblick Tagesbriefing Leitfaden
Blog Lokal Politik Technik Welt Wirtschaft

Softshelljacke: Vergleich mit Regenjacke und Hardshell

Henry Thomas Howard Thompson • 2026-06-02 • Gepruft von Oliver Weber

Kaum ein Kleidungsstück sorgt für so viel Verwirrung wie die Softshelljacke. Sie ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht – und genau das macht sie für viele Outdoor-Fans so attraktiv. In diesem Ratgeber erfährst du, für welches Wetter sie wirklich taugt, wie sie sich von Regen- und Hardshelljacken unterscheidet und worauf du beim Kauf achten solltest.

Gewicht: 300–600 g ·
Atmungsaktivität: 5.000–10.000 g/m²/24h ·
Wassersäule: 5.000 mm ·
Winddichtigkeit: ja (abhängig von Membran) ·
Temperaturbereich: 5–15 °C (aktiv)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:

Wichtige Kennzahlen von Softshelljacken
Merkmal Wert
Atmungsaktivität 5.000–10.000 g/m²/24h
Wassersäule 5.000 mm
Gewicht 300–600 g
Material Polyester/Elasthan
Einsatzbereich Wandern, Laufen, Alltag
Winddichtigkeit ja (abhängig von Membran)
Temperaturbereich 5–15 °C (aktiv)

Für was ist eine Softshelljacke?

Die Antwort überrascht viele: Softshelljacken sind speziell für Aktivitäten bei wechselhaftem, aber nicht extremem Wetter gemacht. Laut dem öffentlich-rechtlichen Testportal SRF Kassensturz werden sie als atmungsaktiv, wärmend sowie wind- und regenabweisend beschrieben – praktisch für fast jedes Wetter, aber mit einer entscheidenden Einschränkung: Sie sind nicht wasserdicht.

Das Paradox

Genau diese fehlende Wasserdichtigkeit ist ihr größter Vorteil. Während Regenjacken dich verschließen, lässt die Softshell Feuchtigkeit von innen entweichen – ideal für alle, die bei Bewegung nicht im eigenen Saft ersticken wollen.

Was ist eine Softshelljacke?

  • Eine Softshelljacke ist eine mehrlagige Jacke aus dehnbaren Synthetikfasern (Globetrotter Magazin). Die äußere Schicht ist meist mit einer DWR-Imprägnierung (Durable Water Repellent) behandelt, die leichten Nieselregen abperlen lässt.
  • Das Innere besteht oft aus Microfleece, das wärmt und Feuchtigkeit nach außen transportiert.
  • Der Clou: Durch den Elasthan-Anteil bleibt die Jacke flexibel und schränkt die Bewegungsfreiheit nicht ein (Globetrotter Magazin).

Welche Eigenschaften hat eine Softshelljacke?

  • Winddichtigkeit: Ja, sofern eine Membran eingearbeitet ist.
  • Atmungsaktivität: 5.000–10.000 g/m²/24h – sie lässt Schweiß entweichen (SRF Kassensturz).
  • Wasserabweisend: Ja, aber nicht wasserdicht. Bei starkem Regen wird sie nass.
  • Temperaturregulierung: Hält warm, ohne zu überhitzen – perfekt für 5–15 °C bei moderater Aktivität.

Die Konsequenz: Wer eine Jacke fürs Joggen, Wandern oder Radfahren bei kühlem Wind sucht, trifft mit einer Softshell die richtige Wahl. Wer im strömenden Regen stundenlang draußen sein muss, braucht eine Regenjacke.

Für welches Wetter ist Softshell geeignet?

Das ist die Frage, die die meisten Kaufinteressenten umtreibt. Die kurze Antwort: Softshelljacken sind ideal für trockene, windige Tage mit Temperaturen zwischen 5 und 15 °C. Laut Globetrotter Magazin empfiehlt sich die Jacke vor allem dann, wenn bei Outdooraktivitäten überwiegend kühle und windige Bedingungen zu erwarten sind.

Achtung, Falle

Viele Käufer erwarten eine wasserdichte Jacke, weil die Imprägnierung anfangs alles abperlen lässt. Doch nach wenigen Minuten starkem Regen ist die Softshell durchnässt. Das ist kein Defekt – es ist ihre Konstruktion.

Sind Softshelljacken bei Regen geeignet?

  • Bei leichtem Nieselregen oder Schneeregen – ja. Die DWR-Beschichtung hält kurze Schauer aus (SRF Kassensturz).
  • Bei Starkregen oder Dauerregen – nein. Ohne verschweißte Nähte und eine Wassersäule von mindestens 10.000 mm läuft die Jacke voll.
  • Der Vorteil: Sie trocknet schneller als eine durchnässte Regenjacke, weil das Material weniger Wasser aufnimmt.

Bei welchen Temperaturen trägt man Softshell?

  • Optimaler Bereich: 5–15 °C bei mittlerer Aktivität (Wandern, Radfahren im Flachland).
  • Unter 5 °C: Eine wärmere Zwischenschicht (z. B. Fleecejacke) wird nötig. Die Softshell dient dann als Außenschicht.
  • Über 15 °C: Bei hoher Aktivität (Joggen) kann die Jacke schnell zu warm werden (CHIP).

Ist Softshell für den Winter geeignet?

  • Als alleinige Außenschicht bei frostigen Temperaturen unter 0 °C – nein. Dafür fehlt die Isolationsschicht.
  • Als winddichte Außenschicht über einem dicken Fleece oder einer Daunenjacke – ja. Besonders bei Winterwanderungen oder Skitouren (bei milden Bedingungen) bewährt (Wandermagazin).

Die Regel: Softshelljacken sind Dreijahreszeitenjacken (Frühling, Herbst, milder Winter). Für tiefen Winter oder Hochgebirge wird eine Hardshell oder ein isoliertes Modell benötigt.

Was ist besser, Softshell oder Regenjacke?

Diese Frage ist wie die Suche nach dem besten Werkzeug: Es kommt auf den Job an. Eine Regenjacke ist wasserdicht, eine Softshell atmungsaktiv. Der direkte Vergleich zeigt die Trade-offs.

Sind Softshelljacken wasserdicht?

Eindeutig: Nein. Eine Softshelljacke hat in der Regel keine verschweißten Nähte und keine Membran mit hoher Wassersäule. Die Imprägnierung bietet nur temporären Schutz. Das bestätigt auch der SRF Kassensturz-Test, bei dem mehrere Softshells nach längerem Beregnen durchweichten.

Wann sollte man eine Regenjacke wählen?

  • Bei Dauerregen, Nässe und niedrigen Temperaturen ist eine Regenjacke mit hoher Wassersäule (≥10.000 mm) und verschweißten Nähten die richtige Wahl.
  • Für Aktivitäten mit geringem Energieumsatz (Angeln, Spazieren) ist die fehlende Atmungsaktivität einer Regenjacke weniger problematisch.
  • Wer viel schwitzt (Laufen, Mountainbiken), sollte zur atmungsaktiveren Softshell greifen (Bike-X).

Vier Unterschiede, die die Entscheidung leiten:

Vergleich Softshell vs. Regenjacke
Eigenschaft Softshell Regenjacke
Wasserdichtigkeit Wasserabweisend (keine Nahtversiegelung) Wasserdicht (verschweißte Nähte)
Atmungsaktivität 5.000–10.000 g/m²/24h 1.000–5.000 g/m²/24h
Gewicht 300–600 g 200–400 g
Bewegungsfreiheit Hoch (elastisch) Mittel (steiferes Material)
Ideales Einsatzszenario Wechselhaftes Wetter, moderate Aktivität Starkregen, niedrige Aktivität

Der Trade-off: Wer bei Nässe dynamisch unterwegs ist, dem nützt die beste Wasserdichtigkeit nichts, wenn die Jacke innen nass wird. Die Softshell gewinnt bei Bewegungsintensität – die Regenjacke bei Nässeschutz.

Softshell vs. Hardshell – welche Jacke brauchst Du wirklich?

Hardshelljacken sind die schweren Geschütze unter den Jacken: Sie bieten maximalen Schutz vor Wind, Regen und Schnee. Doch dieser Schutz hat seinen Preis – in Gewicht, Volumen und fehlender Elastizität.

Was ist eine Hardshelljacke?

  • Eine Hardshell besteht aus einer mehrlagigen Membran (z. B. Gore‑Tex), die wasserdicht und winddicht ist, aber wenig atmungsaktiv (Globetrotter Magazin).
  • Sie hat verschweißte Nähte, wasserdichte Reißverschlüsse und oft eine Kapuze, die über den Helm passt.
  • Das Material ist steif, raschelt und lässt sich kaum dehnen.

Vor- und Nachteile von Softshell vs Hardshell

Der direkte Vergleich zeigt die Unterschiede:

Vergleich Softshell vs. Hardshell
Eigenschaft Softshell Hardshell
Wetterschutz Winddicht, wasserabweisend Winddicht, wasserdicht
Atmungsaktivität Hoch Niedrig bis mittel
Gewicht 300–600 g 400–800 g
Bewegungsfreiheit Sehr gut (elastisch) Eingeschränkt (steif)
Einsatz Wandern, Laufen, Biken Alpine Touren, Skifahren, Starkregen

Das entscheidende Kriterium: Bist du bei jedem Wetter unterwegs und gehst auch bei Starkregen auf Tour, führt an einer Hardshell kein Weg vorbei. Bewegst du dich meist bei trocken-kühlem Wetter und legst Wert auf Komfort, reicht die Softshell.

Vorteile

  • Höhere Atmungsaktivität als Regen- und Hardshelljacken
  • Bessere Bewegungsfreiheit durch elastisches Material
  • Leiser und angenehmer auf der Haut
  • Vielseitig – für Alltag und moderate Outdoor-Aktivitäten

Nachteile

  • Nicht wasserdicht – bei Starkregen nutzlos
  • Weniger isolierend als eine gefütterte Regenjacke
  • Geringerer Windschutz bei einfachen Modellen
  • Im Winter nur als Zwischenschicht geeignet

Wie wählt man eine Softshelljacke aus?

Ob für Herren, Damen oder den Arbeitsalltag – die Auswahl hängt von drei Faktoren ab: Einsatzzweck, Material und Passform.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

  1. Einsatzzweck definieren: Fürs Laufen brauchst du eine leichte, hoch atmungsaktive Softshell (CHIP). Für die Arbeit (z. B. bei Engelbert Strauss) sind robustere Modelle mit Taschen und Verstärkungen gefragt.
  2. Material prüfen: Polyester ist günstiger und trocknet schnell, Polyamid/Nylon ist abriebfester (Globetrotter Magazin). Elasthan sorgt für Dehnbarkeit.
  3. Atmungsaktivität checken: Je höher der MVTR-Wert (Moisture Vapor Transmission Rate), desto besser für sportliche Aktivitäten.
  4. Winddichtigkeit testen: Ein einfacher Test: Mit dem Mund gegen das Material pusten – spürst du Luft, ist die Jacke nicht winddicht.
  5. Passform anprobieren: Die Jacke sollte eng anliegen, aber nicht einschränken. Besonders unter dem Arm sollte genug Platz sein.
  6. Imprägnierung auffrischen: Nach einigen Wäschen lässt die DWR-Beschichtung nach. Regelmäßiges Imprägnieren erhält die Wasserabweisung (SRF Kassensturz).

Softshelljacke für Herren, Damen oder Arbeit?

  • Herren: Breitere Schultern, längere Arme – viele Marken wie Jack Wolfskin, Mammut oder The North Face bieten spezifische Passformen (SRF Kassensturz).
  • Damen: Taillierte Schnitte, kürzere Rumpflänge. Marken wie Vaude oder Schöffel haben eigene Damenlinien.
  • Arbeit: Robuste Softshells mit Klettflächen für Patches, vielen Taschen und verstärkten Ellbogen (z. B. von Engelbert Strauss oder Puma Workwear).

Der Praxistipp: Wer seine Softshelljacke häufig trägt, sollte in ein Modell mit hochwertiger Membran (z. B. Windstopper von Gore) investieren. Günstige No-Name-Jacken verlieren oft schnell ihre Imprägnierung und werden nach zwei Saisons unbrauchbar.

Clarity: Was ist gesichert, was bleibt offen?

Bestätigte Fakten

  • Softshelljacken sind nicht wasserdicht (SRF Kassensturz).
  • Sie sind atmungsaktiver als Regenjacken (Globetrotter Magazin).

Was unklar ist

  • Genauer Nassschutz variiert je nach Membran und DWR-Beschichtung (Globetrotter Magazin).
  • Individuelles Wärmeempfinden beeinflusst die ideale Temperaturzone (Wandermagazin).
  • Der optimale Temperaturbereich (5–15 °C) ist nur ein Richtwert und hängt vom individuellen Wärmeempfinden ab (Wandermagazin).

Die Zusammenfassung macht deutlich: Die Kernaussagen sind gut belegt, die genauen Werte variieren jedoch je nach Modell und Nutzung.

Stimmen aus der Praxis

„Softshelljacken sind atmungsaktiv, wärmend sowie wind- und regenabweisend – damit praktisch für fast jedes Wetter.“

– SRF Kassensturz (öffentlich-rechtliches Testmagazin)

„Wir empfehlen eine Softshelljacke vor allem dann, wenn bei Outdooraktivitäten überwiegend kühle und windige Bedingungen zu erwarten sind.“

– Globetrotter Magazin (deutscher Outdoor-Fachhändler)

„Die Berghaus Ridge Roamer Lite positioniert sich klar als Sommer-Softshell – einer der wenigen Modelle, die speziell für warme Temperaturen ausgelegt sind.“

– CHIP (deutsches Verbraucherportal)

Fazit: Die Softshelljacke ist keine Regenjacke – und das ist gut so. Für alle, die bei Kälte und Wind in Bewegung bleiben, bietet sie den besten Kompromiss aus Schutz und Atmungsaktivität. Wer dagegen im Dauerregen arbeitet oder wandert, greift besser zur Hardshell. Für den Alltag in deutschen Übergangsmonaten ist die Softshell die unschlagbare Wahl.

Für Outdoor-Fans in Mitteleuropa, die eine Jacke für wechselhaftes Wetter suchen, ist die Entscheidung klar: eine atmungsaktive Softshell, kombiniert mit einer leichten Regenjacke im Rucksack – damit bist du für jedes Wetter gerüstet. Oder du investierst in eine hochwertige Hardshell, wenn Nässe und Kälte dein ständiger Begleiter sind.

Häufig gestellte Fragen

Wie wäscht man eine Softshelljacke richtig?

Softshelljacken sollten mit einem speziellen Imprägniermittel gewaschen werden. Verwende einen Schonwaschgang bei 30 °C, keinen Weichspüler, und lasse die Jacke an der Luft trocknen. Nach dem Waschen die Imprägnierung auffrischen (Globetrotter Magazin).

Sind Softshelljacken winddicht?

Ja, die meisten Softshelljacken sind winddicht – entweder durch eine eingearbeitete Membran oder durch ein dicht gewebtes Material. Bei einfachen Modellen kann der Windschutz geringer sein (SRF Kassensturz).

Kann man eine Softshelljacke im Winter als Außenschicht tragen?

Ja, aber nur bei milden Temperaturen um den Gefrierpunkt oder als winddichte Außenschicht über einer isolierenden Zwischenschicht. Bei Frost unter −5 °C reicht eine Softshell allein nicht (Wandermagazin).

Was ist der Unterschied zwischen Softshell und Windjacke?

Eine Windjacke ist meist sehr leicht, packbar und nur winddicht – aber kaum atmungsaktiv und nicht wärmend. Eine Softshell ist dicker, wärmer und atmungsaktiver, aber auch schwerer (Globetrotter Magazin).

Ist eine Softshelljacke fürs Laufen geeignet?

Ja, besonders bei kühlen Temperaturen (5–12 °C). Die hohe Atmungsaktivität verhindert Überhitzung, und die Bewegungsfreiheit ist ideal. Bei Regen wird sie aber nass – also besser als zweite Schicht oder bei trockenem Wetter nutzen (CHIP).

Wie lange hält eine Softshelljacke?

Bei guter Pflege (richtiges Waschen, Imprägnieren) hält eine hochwertige Softshell 3–5 Jahre oder länger. Die DWR-Beschichtung muss alle 1–2 Saisons erneuert werden (Outdoor Guide).

Verwandte Beiträge



Henry Thomas Howard Thompson

Uber den Autor

Henry Thomas Howard Thompson

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.