
Schlange: 7 Arten in Deutschland, nur 2 giftig – Fakten
Wussten Sie, dass in Deutschland nur sieben Schlangenarten heimisch sind – und davon nur zwei giftig? Diese winzige Auswahl steht in krassem Kontrast zur weltweiten Vielfalt: Schätzungen zufolge existieren über 3.000 Schlangenarten auf dem Planeten. Die meisten einheimischen Schlangen sind äußerst scheu. Doch wenn Exotische aus Terrarien entkommen, entsteht ein völlig anderes Bild – jährlich ereignen sich Hunderte von Fällen mit exotischen Giftschlangen in Deutschland. Dieser Artikel räumt mit Mythen auf und zeigt, was wirklich hinter den Schlangen steckt.
Heimische Arten in Deutschland: 7 · Giftige Arten in Deutschland: 2 (Kreuzotter, Aspisviper) · Globale Vielfalt: Über 3.000 Arten
Kurzüberblick
- In Deutschland gibt es sieben heimische Schlangenarten (Deutsche Wildtier Stiftung)
- Nur zwei davon sind giftig: Kreuzotter und Aspisviper (PETA Deutschland)
- Die Kreuzotter wird bis zu 90 cm lang (Deutsche Wildtier Stiftung)
- Weltweit existieren über 3.000 Schlangenarten (Deutsche Wildtier Stiftung)
- Exakte Populationszahlen der Würfelnatter variieren je nach Erhebung
- Aggressivitätsskala zwischen verschiedenen Arten schwer objektiv messbar
- Langfristige Auswirkungen des Klimawandels auf heimische Bestände
- Würfelnatter steht auf der Roten Liste – vom Aussterben bedroht
- Äskulapnatter wird in Deutschland immer seltener
- Nur noch wenige hundert Exemplare der Äskulapnatter in freier Wildbahn
- Alle Schlangen in Deutschland stehen unter Naturschutz
- Bundesartenschutzverordnung stellt heimische Arten unter besonderen Schutz
- Erhaltungsmaßnahmen konzentrieren sich auf bedrohte Lebensräume
Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Merkmale der in Deutschland heimischen Schlangenarten zusammen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Wissenschaftliche Klasse | Reptilia |
| Heimische giftige Arten DE | 2 |
| Beine | Keine |
| Fortbewegung | Schlängeln |
| Vorfahren | Echsenartig |
Die Ringelnatter ist die häufigste Schlangenart in Deutschland und im ganzen Land verbreitet – auch sie ist völlig harmlos.
Was ist die gefährlichste Schlange?
Die gefährlichste Schlange der Welt ist der Inlandtaipan aus Australien. Laut WWF Deutschland gilt er als giftigste Schlange der Erde. Mit dem Gift eines einzigen Bisses könnten theoretisch bis zu 250 Menschen getötet werden. Ein einzelner Biss einer Kobra kann ebenfalls einen Menschen töten.
Weltweit sind etwa ein Fünftel aller bekannten Schlangenarten giftig. Das Gift der Kreuzotter und Aspisviper ist für gesunde Erwachsene in der Regel nicht lebensbedrohlich.
Giftigste Arten weltweit
Neben dem Inlandtaipan zählen die Gewöhnliche Taipan, die Schwarze Mamba und verschiedene Kobras zu den gefährlichsten Schlangenarten. Die Königskobra ist die längste Giftschlange der Welt.
Die Schwarze Mamba ist die zweitlängste Giftschlange der Welt und bekannt für ihre Aggressivität bei Bedrohung. Sie kann Geschwindigkeiten von bis zu 20 km/h erreichen.
Würgeschlangen wie Anakondas oder Pythons sind zwar ungiftig, können aber durch ihre schiere Körperkraft extrem gefährlich werden. Die größten Exemplare können über fünf Meter lang werden.
Interessanterweise flüchten die meisten Schlangen, wenn sie Bodenvibrationen durch Schritte spüren – Konfrontationen mit Menschen sind selten gewollt.
Taipan und Inlandtaipan
Der Inlandtaipan lebt in den halbtrockenen Regionen Australiens und ist dort relativ schüchtern. Begegnungen mit Menschen sind selten. Trotzdem sollte bei Sichtung sofort Abstand genommen werden.
Der Inlandtaipan und sein naher Verwandter, die Gewöhnliche Taipan, produzieren pro Biss das meiste Gift aller Landwirbeltiere. Ein Biss kann innerhalb von 30 bis 45 Minuten tödlich verlaufen, wenn keine Gegengabe verabreicht wird.
Die durchschnittliche Giftmenge pro Biss beträgt etwa 44 mg, was ausreicht, um 100 erwachsene Männer zu töten. Antivenin-Produktion ist teuer und aufwendig, was die Gefährlichkeit dieser Art unterstreicht.
Der WWF Deutschland empfiehlt bei Schlangensichtungen: Nicht jagen, langsam zurückweichen und den Fundort lokalisieren. Professionelle Schlangenfänger können das Tier sicher umsiedeln.
Taipans sind tagaktiv und jagen vor allem kleine Säugetiere. Ihre Beutesuche führt sie oft in die Nähe menschlicher Siedlungen, wo Konflikte entstehen können.
Was ist die freundlichste Schlange der Welt?
Die freundlichste Schlange für die Haltung ist die Kornnatter. Sie wird auch Pantherophis guttatus genannt und gehört zu den beliebtesten Terrarientieren weltweit. Kornnattern sind generally friedlich und beißen äußerst selten.
Kornnatter Pantherophis guttatus
Die Kornnatter verdankt ihren Namen den cornfields, in denen sie in Nordamerika jagt. Sie ist völlig ungiftig und für Anfänger geeignet. Ihre Pflege ist unkompliziert und die Tiere werden oft über 20 Jahre alt.
Kornnattern sind dämmerungsaktiv und lassen sich gut an menschliche Pflege gewöhnen. Sie fressen vor allem Mäuse und nehmen in Gefangenschaft problemlos Frostfutter an.
Die Art ist in verschiedenen Farbmorphen erhältlich, was sie bei Sammlern beliebt macht. Trotzdem sollten Käufer auf seriöse Züchter achten, um Wildfänge oder kranke Tiere zu vermeiden.
Kornnattern können bis zu 1,80 Meter lang werden und benötigen entsprechend große Terrarien. Eine artgerechte Haltung erfordert Klettermöglichkeiten und versteckte Rückzugsorte.
Haltungstaugliche Arten
Neben der Kornnatter eignen sich auch Königsnattern, Strumpfbandnattern und Erdnattern für Anfänger. Alle genannten Arten sind ungiftig und relativ pflegeleicht.
Vor der Anschaffung sollte man sich über die örtlichen Vorschriften informieren. Lediglich in neun Bundesländern ist die Haltung von gefährlichen Tieren gesetzlich geregelt.
Exotische Schlangen werden häufig über Zoohandlungen, Reptilienbörsen und das Internet gekauft. Dabei gelangen auch Tiere in private Hände, die dort nicht hingehören.
Das Robert Koch-Institut warnt: Jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern wird von exotischen Tieren verursacht. Händewaschen nach dem Kontakt ist daher unerlässlich.
Leguanen und Schildkröten sind ebenfalls häufige Überträger. Reptilienhalter tragen eine besondere Verantwortung für die Gesundheit ihrer Familie.
Was ist die aggressivste Schlange der Welt?
Aggressivität bei Schlangen ist ein komplexes Thema. Die Schwarze Mamba gilt als eine der angriffsbereitesten Schlangenarten. Bei Bedrohung stellt sie sich auf, zischt warnend und kann mehrfach hintereinander zuschlagen.
Verhaltensmerkmale
Schlangen sind keine Raubtiere, die aktiv Jagd auf Menschen machen. Die meisten Angriffe erfolgen in Panik oder zur Verteidigung. Ein Schlangenbiss ist selten tödlich, kann aber schmerzhaft sein.
Kreuzottern sind in Norddeutschland sowie vereinzelt in Süddeutschland und den östlichen Teilen der Mittelgebirge zu finden. Sie bevorzugen sonnige Hänge und Feuchtgebiete als Lebensraum.
Die Aspisviper kommt in Deutschland nur noch im Südschwarzwald vor. Ihre Population ist stark geschrumpft, was sie zu einer Rarität macht.
Trotz ihres giftigen Bisses sind beide Arten für Menschen selten eine Gefahr. Sie fliehen bei Annäherung, statt anzugreifen.
Bekannte aggressive Arten
Neben der Schwarzen Mamba gelten auch Certain Vipernarten, die afrikanische Puffotter und die amerikanische Kupferkopfotter als territorial und wehren sich energisch gegen Eindringlinge.
Die Gewöhnliche Taipan in Australien ist ebenfalls bekannt für ihr wehrhaftes Verhalten. Sie nutzt ihre Giftzähne effektiv bei der Jagd auf Beutetiere.
Die Mombasa-Viper und die Gabun-Viper in Afrika sind weitere Arten, die bei Störung nicht fliehen, sondern aktiv drohen.
Im Vergleich dazu ist die Königskobra überraschend zurückhaltend. Sie gibt meist nur Warnsignale, bevor sie zubeißt.
Für Naturliebhaber in Deutschland bleibt festzuhalten: Unsere einheimischen Schlangen sind friedlich und meiden menschliche Nähe. Eine Begegnung sollte man ruhig und respektvoll gestalten.
Welche Schlange greift Menschen an?
In freier Wildbahn greifen Schlangen praktisch nie Menschen an. Sie sehen uns nicht als Beute. Jährlich ereignen sich in Deutschland Hunderte Fälle, in denen sich Menschen exotischen Gift- oder Würgeschlangen gegenübersehen – meist nach Ausbrüchen aus Terrarien.
Angriffsverhalten
Schlangen beißen nur zur Selbstverteidigung oder bei Verwechslung. Wenn Menschen gebissen werden, ist dies meist versehentliches Treten oder unachtsames Hantieren.
Die Kreuzotter und die Aspisviper sind unsere einzigen giftigen Schlangen. Ihr Biss ist selten tödlich, kann aber unangenehme Symptome verursachen.
Der Biss der Kreuzotter ist selten tödlich, kann aber schmerzhaft sein. Betroffene sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, um allergische Reaktionen auszuschließen.
Risiken für Menschen
Giftschlangenbisse in Deutschland sind extrem selten. Die meisten Vorfälle betreffen exotische Arten, die aus Terrarien entkommen sind.
In Baden-Württemberg leben sechs Schlangenarten, darunter zwei Ringelnatter-Unterarten: die Östliche Ringelnatter im östlichen Landesteil und die Barren-Ringelnatter im Westen.
Schlangen brechen besonders in den Sommermonaten aus ihren Terrarien aus, wenn die wechselwarmen Tiere aktiver werden. Dann steigt das Risiko für Begegnungen.
Für Wanderer und Naturliebhaber bleibt fest: Unsere heimischen Schlangen sind harmlos. Bei Sichtung sollte man Abstand halten und das Tier nicht bedrängen.
Schlangen in Deutschland – giftig und scheu?
Von den sieben heimischen Schlangenarten sind nur zwei giftig: Kreuzotter und Aspisviper. Beide sind äußerst scheu und meiden menschliche Nähe. Alle Schlangen in Deutschland stehen unter Naturschutz.
Heimische Arten
Fünf der in Deutschland lebenden Schlangenarten gehören zur Familie der Nattern. Dazu zählen Ringelnatter, Äskulapnatter, Schlingnatter und Würfelnatter.
Zwei der Arten gehören zu den Vipern: Kreuzotter und Aspisviper. Vipern sind an ihren senkrechten Schlitzpupillen erkennbar – wie bei einer Katze.
Die Ringelnatter ist die häufigste Schlangenart in Deutschland. Sie ist völlig ungiftig und an ihren gelben Halbmondflecken hinter dem Kopf zu erkennen.
Die Schlingnatter ist mit bis zu 80 Zentimetern Länge die kleinste Schlangenart in Deutschland. Sie ernährt sich von Schnecken und ist daher für Landwirte nützlich.
Die Äskulapnatter kann bis zu 1,60 Meter lang werden. Sie ist in Deutschland sehr selten geworden und lebt nur noch im Rheingau, im südlichen Odenwald und an der Donau.
Die Würfelnatter zählt zu den seltensten Schlangenarten in Deutschland und ist vom Aussterben bedroht. Man findet sie nur noch in Rheinland-Pfalz und an der Elbe.
Das Weibchen der Würfelnatter legt im Sommer 5 bis 25 Eier ab. Die Art ist auf bestimmte Lebensräume angewiesen und kann sich kaum ausbreiten.
Giftige Schlangen wie Kreuzotter
Kreuzottern erkennt man am dunklen Zickzack-Muster auf der Oberseite und senkrechten Schlitzpupillen. Sie werden bis zu 90 cm lang.
Die Aspisviper wird ebenfalls bis zu 90 cm lang. Sie kommt in Deutschland nur noch im Südschwarzwald vor und ist dort streng geschützt.
Beide Vipernarten bringen lebende Jungtiere zur Welt. Die Kreuzotter bringt 5 bis 15, die Aspisviper 2 bis 15 Jungtiere zur Welt.
Das Gift der Kreuzotter und Aspisviper ist für Menschen nicht gefährlich, kann aber allergische Reaktionen hervorrufen. Betroffene sollten ärztliche Hilfe suchen.
Für Wanderer gilt: Festes Schuhwerk und Augenkontakt bei Wanderungen in Schlangengebieten sind die beste Vorsorge. Schlangen bemerken Erschütterungen und fliehen.
In Deutschland sind zwei giftige Schlangen heimisch: die Kreuzotter und die Aspisviper. Beide sind geschützte Arten.
WWF Deutschland
Die Bundesartenschutzverordnung stellt die in Deutschland beheimateten Schlangenarten unter besonderen Schutz.
Deutsche Wildtier Stiftung
Alle sieben heimischen Schlangenarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Dies umfasst lebende Tiere, ihre Lebensräume und Gelege.
Die einheimische Schlangenfauna ist überschaubar und für Menschen weitgehend ungefährlich. Von den sieben Arten sind nur zwei giftig – und beide meiden den Kontakt mit Menschen. Wer eine Schlange antrifft, sollte ruhig bleiben und Abstand halten. Das Tier wird in der Regel von selbst fliehen. Für Naturliebhaber bieten Deutschlands Schlangen faszinierende Beobachtungsmöglichkeiten, etwa die Äskulapnatter an der Donau oder die Würfelnatter an der Mosel. Der Artenschutz profitiert von umsichtigem Verhalten: Wer Lebensräume schützt und Schlangen nicht stört, trägt zum Erhalt dieser bemerkenswerten Reptilien bei. Für Deutsche, die sich für Schlangen interessieren, bleibt die Botschaft klar: Unsere einheimischen Arten sind keine Bedrohung, sondern bereichern die Artenvielfalt. Wer exotische Schlangen halten möchte, sollte sich über die gesetzlichen Regelungen informieren und Verantwortung übernehmen.
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Während in Deutschland nur zwei Arten giftig sind, konkurrieren längste Schlange der WeltNetzpython und Grüne Anakonda um den Titel des längsten Exemplars.
Häufig gestellte Fragen
Was für eine Tierart ist eine Schlange?
Schlangen gehören zur Klasse Reptilia und zur Ordnung der Schuppenkriechtiere. Sie haben einen verlängerten Körper ohne Extremitäten und bewegen sich durch Schlängeln fort.
Was bedeutet Schlange in Englisch?
Schlange heißt im Englischen “snake”. Der ältere Begriff “serpent” wird manchmal für größere oder majestätischere Schlangen verwendet.
Welchen Geruch hassen Schlangen?
Schlangen haben einen ausgeprägten Geruchssinn und meiden stark riechende Substanzen wie Essig, Ammoniak oder bestimmte ätherische Öle.
Welche Schlange ist der lautlose Killer?
Der Begriff “lautloser Killer” wird manchmal für den Krait verwendet, eine Gift Schlange in Südasien. Sein Biss ist schmerzlos und wird oft übersehen.
Was ist der Unterschied zwischen snake und serpent?
“Snake” ist die moderne Alltagssprache, während “serpent” poetischer und formeller klingt und oft für mythische oder große Schlangen verwendet wird.
Wie viele Schlangenarten gibt es in Deutschland?
In Deutschland gibt es sieben heimische Schlangenarten. Fünf gehören zur Familie der Nattern, zwei zur Familie der Vipern.
Sind alle Schlangen giftig?
Nein, weltweit sind nur etwa ein Fünftel aller Schlangenarten giftig. In Deutschland sind nur zwei von sieben Arten giftig.